- Pressemitteilung -
Wenn die Schmerzen in den Fingern unerträglich werden
Neuartiges Implantat revolutioniert Behandlung der Fingerendgelenkarthrose
Wenn Patienten mit einer Verschleißerkrankung (Arthrose) der Fingergelenke auf Salben, Medikamente und Physiotherapie nicht mehr ansprechen, raten
Handchirurgen zu einem operativen Eingriff. Mithilfe eines neuen, superelastischen Gelenkimplantats können bei einer Versteifung der Fingerendgelenke nun
besonders solide Ergebnisse erzielt werden. Die Manus Klinik in Krefeld hat sich auf diesen Eingriff spezialisiert und zählt zu den führenden Adressen für
diese innovative Therapie.
Die Hände sind unsere wichtigsten Werkzeuge. Wenn es darum geht, dass wir Dinge richtig greifen und festhalten können, spielen die Fingergelenke eine große Rolle. Wenn die Knorpel dieser Gelenke
im fortgeschrittenen Lebensalter verschleißen und die knöchernen Fingerglieder ungeschützt aneinander reiben, werden für die Betroffenen selbst normale, alltägliche Verrichtungen zur Qual.
Die Ursachen einer solchen Verschleißerkrankung, im Fachvokabular als Arthrose bezeichnet, sind neben der genetischen Disposition hormoneller Natur. Daher sind vor allem Frauen in den
Wechseljahren bemerkenswert oft betroffen. Am häufigsten erkranken die Gelenke des Zeigefingers und des kleinen Fingers. Die Folgen sind Schmerzen, Kraftverlust, eine reduzierte Beweglichkeit
sowie Gelenkdeformationen.
Die Arthrose der Fingerendgelenke bezeichnen Fachärzte als Heberdenarthrose. „Eine Heberdenarthrose erkennt das geschulte Medizinerauge auf den ersten Blick, da die Finger der Patienten die für
diese Arthroseart typischen Knötchen aufweisen“, erklärt Petra Boesing, Fachärztin für Chirurgie und Handchirurgie in der Manus Klinik Krefeld. Mithilfe einer Röntgenuntersuchung kann der Arzt
das Erkrankungsstadium sowie das Ausmaß der Arthrose eindeutig feststellen.
Lassen sich die Beschwerden durch eine konservative Therapie – beispielsweise die Gabe von entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten – nicht mehr lindern oder hat sich das Gelenk
bereits verformt, ist eine Operation meist unumgänglich. Dabei können die Schmerzen im Falle einer Heberdenarthrose nur durch eine Gelenkversteifung (Arthrodese) beseitigt werden. Das ist weniger
schlimm als es klingt, denn die Fingerendgelenke sind nur an rund drei Prozent aller Fingerfunktionen beteiligt. Ein schmerzfreies, unbewegliches Gelenk ist daher in der Regel besser als
schmerzendes, das funktionsfähig bleibt.
„Bei dem Eingriff entfernen wir zunächst die kosmetisch störenden Heberdenknötchen“, erläutert Petra Boesing. „Dann implantieren wir zur Versteifung ein neuartiges Implantat, das so genannte
X-Fuse.“ Dafür trägt die Chirurgin zuerst den geschädigten Gelenkknorpel leicht ab. Anschließend wird das wie ein „X“ geformte Implantat in die Markhöhle der beiden am Gelenk
aufeinandertreffenden Fingerknochen eingesetzt. Dort übernimmt es fortan die Rolle eines festen
Verbindungsgliedes, sodass sich der Finger an dieser Stelle nicht mehr beugen lässt. Da das Material des Implantats besonders elastisch ist, passt es sich optimal an die individuellen
anatomischen Voraussetzungen der Patienten an. Auf diese Weise gewährleistet es – anders als zum Beispiel bei einer herkömmlichen Versteifung mit Drähten und Schrauben – eine sehr solide
Verankerung und damit ein lange haltbares Ergebnis.
Nebenwirkungen wie Schmerzen und Ödeme (Wassereinlagerungen) treten nur sehr selten auf. Die Mehrzahl der Patienten empfindet das Implantat als komfortabel: „Nach einer Versteifung mittels
Schraube stören sich viele an dem an der Fingerkuppe austretenden Metallende oder – später dann – an der Narbe“, so Petra Boesing. „X-Fuse hingegen wird normalerweise gar nicht weiter bemerkt.“
Bei der Implantation von X-Fuse wird direkt am Gelenk operiert und die Fingerkuppen werden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Damit trägt X-Fuse, da es direkt an Ort und Stelle eingebracht und
nicht wieder entfernt werden muss, erheblich zur Verringerung des Infektionsrisikos bei.
Doch das sind längst noch nicht alle Vorteile: „Bei der herkömmlichen Operationsmethode müssen später ähnlich wie nach einem Knochenbruch, die Drähte gezogen und die Schrauben wieder entfernt
werden. Das Implantat hingegen kann im Finger verbleiben“, so Petra Boesing. „Somit ersparen wir den Patienten einen zweiten Eingriff.“
Nach der Operation wird das versteifte Gelenk mit einer kurzen Fingerschiene gestützt. Rund vier Wochen später ist der Finger bereits wieder voll belastbar. Physiotherapeutische Übungen können
anschließend dabei helfen, den Alltag – ganz wörtlich – wieder richtig gut in den Griff zu bekommen. Mehr Informationen unter Telefon: 02151 56988-0
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Abdruck Text honorarfrei. Um einen Beleg wird gebeten.
Weitere Informationen unter: www.manus-klinik.de