- Pressemitteilung -
Erfolgreiche neue Behandlungsmethode bei komplizierter Schulterverletzung
Die Manus Klinik in Krefeld kombiniert neuerdings zwei bewährte Operationsmethoden bei Patienten mit Schultersehnenabriss: die Sehnenverstärkung mit einem künstlichen Sehnenersatz und die Fixierung der Sehne am Oberarmkopf mit sogenannten Ankerimplantaten. Damit werden vor allem ältere Patienten erfolgreich versorgt, bei denen aufgrund von Sehnenverschleiß früher kein dauerhaftes Operationsergebnis erzielt werden konnte.
Eine unbedachte Bewegung kann ausreichen und plötzlich schießt ein Schmerz in die Schulter. Häufige Ursache: ein Schultersehnenriss. Dieser hat zur Folge, dass die Betroffenen nicht mehr die Kraft haben, den entsprechenden Arm anzuheben oder zu belasten. Ein Schultersehnenabriss ist schmerzhaft und für den Arzt oft nur schwer zu diagnostizieren. Insbesondere bei älteren Menschen ist das Gewebe vielfach ausgedünnt und die Muskulatur zieht sich bereits zurück. Dies macht ein operatives Wiederanbringen der Sehne sehr schwierig. Infolgedessen und aufgrund mangelnder Alternativen wird die Verletzung bei dieser Patientengruppe oft nicht ursächlich behandelt. Schulterexperte Dr. Martin Rummeny, Manus Klinik Krefeld, entwickelte eine neue Methode, die jetzt Hoffnung für scheinbar aussichtslose Fälle bietet.
Bisher wurde die gerissene Sehne entweder wieder angenäht oder sie wurde mit sogenannten Ankerhaken fest am Oberarmkopf fixiert. Bei Anwendung dieser beiden Methoden ist die Sehne nur an einzelnen Punkten fixiert. „Das Risiko eines erneuten Abreißens ist aus diesem Grund, insbesondere bei vorgeschädigtem Gewebe, hoch “, erklärt Dr. Rummeny. „Nur bei einer Kombination der beiden Verfahren, das heißt einer Verstärkung der geschwächten Sehne durch das Kollagenflies und hochmodernen Ankersystemen, gelingt es, eine Sehne in fester und ausreichender Größe zu erzeugen, um sie dann flächig im originalen Ansatzgebiet der Sehne am Oberarmkopf zu fixieren und dauerhaften Halt zu gewährleisten.“
Mit dem bereits 2007 eingeführten sogenannten Collagen Repair Patch können sogar ein Teil der Sehne überbrückt und insbesondere die zu nähenden Ränder der Sehne verstärkt werden. So lässt sich ein Defekt auch in schwierigen Fällen verschließen und die Sehne kann wieder am Oberarmkopf befestigt werden. Diese Ersatzsehne wird aus Schweinehaut gewonnen. Um eine immunbedingte Abwehr des Implantats zu vermeiden, erfolgt bei der Herstellung eine Reinigung des Ursprungsmaterial von tierischen Zellen und Eiweißanteilen. Während der Operation legt der behandelnde Arzt die Sehne des Patienten mit einem kleinen Hautschnitt frei, schneidet das Implantat auf die benötigte Größe zu und näht es in einem etwa einstündigen Eingriff ein.
Die so wiederhergestellte Sehne fixiert er mithilfe der speziellen Ankerimplantate. Dabei handelt es sich um Titanschrauben, die die Sehne fest im Knochen des Oberarmkopfes halten. Diese moderne und erfolgreiche Versorgung wird in der Manus Klinik ambulant durchgeführt.
Nach der Operation muss der Patient den betroffenen Arm sechs Wochen lang in einer speziellen Schiene lagern. Um die Schultermuskulatur langsam wieder aufzubauen und eine Überlastung zu vermeiden, verordnet der behandelnde Arzt dem Betroffenen eine individuelle Krankengymnastik.
Der Eingriff wird in der Manus Klinik von der Krankenkasse übernommen.